Innere Wachstumsphasen verstehen: Warum sich persönliche und energetische Entwicklung oft chaotisch und rückläufig anfühlt
Wenn nichts mehr funktioniert wie zuvor, bist du vielleicht gerade in einer Wachstumsphase
Inhaltsübersicht
Persönliche Wachstumsphasen und typische Gefühle
Wachstumsphasen als Zeit der Neujustierung und Neuorientierung
Wachstumsprozesse: ein bekanntes Beispiel auf kognitiver Ebene
Typische Symptome von Wachstumsphasen als Zeichen für bevorstehende Veränderung
Persönliche Wachstumsphasen und ihre Wirkung im Alltag
Ein Praxisbeispiel: Wachstum als Persönlichkeitsentwicklung sichtbar im Energiesystem
Neue Grenzen, Selbstfürsorge und Integration
Unterstützung während intensiver Wachstumsphasen
Persönliche Wachstumsphasen und typische Gefühle
Wenn wir im Widerstand sind, uns und Konzepte über uns und die Welt anzweifeln, wenn über unseren Vorstellungen und Lebensbereichen ein Fragezeichen prangert, oder ein Ausrufezeichen, dann sollten wir in Erwägung ziehen, dass es sich vielleicht um eine Wachstumsphase handelt, denn genau das sind typische Gefühle bei innerem Wandel…
Auch das Gefühl, ein Häufchen Elend zu sein, nichts gelernt, nichts erreicht zu haben und scheinbar wieder genau dort zu stehen, wo man schon so oft war – oder wütend zu sein auf sich selbst, auf Dinge, die nicht funktionieren, ja, zu hinterfragen, ob sie überhaupt je funktioniert haben – gehört zum typischen Erlebnisspektrum in Wachstumsphasen.
Vormals gut funktionierende oder bekannte Tools scheinen plötzlich nicht mehr ihren Dienst zu tun, die Meditation, die sonst Ruhe brachte, macht uns noch ärgerlicher. Und wir fragen uns zu Recht: Was ist da nur los mit mir?
Wachstumsphasen als Zeit der Neujustierung und Neuorientierung
Wachstumsphasen – insbesondere energetische – sind Phasen der Neujustierung, Es ist nicht nur eine Reformierung bestehender Strukturen, sondern oft eine Mauserung, eine Häutung, ein Loslösen des Alten – meist während das Neue sich selbst erst noch aus dem Ei pellt.
Wir sind dabei, loszulaufen, ohne zu wissen, wohin eigentlich. Neukoordinierung und Neuorientierung sind zwangsläufig Teil dieses Prozesses – im positivsten Sinn. Auch wenn es sich über lange Strecke nicht wirklich „positiv“ anfühlt. Genau dieses Durcheinander ist ein zentrales Merkmal von innerem Wachstum.
Wachstumsprozesse: ein bekanntes Beispiel auf kognitiver Ebene
Beim Lernen einer zweiten Fremdsprache durchlaufen wir die gleichen Schritte…. Die Phase, in der wir die vormals gelernte Fremdsprache wie zu vergessen scheinen, uns holperig und unbeholfen fühlen und wir nicht mal mehr Zugriff auf die einfachsten Worte haben. Hier gehören Wortfindungsstörungen, Selbstzweifel und das Gefühl, an Kompetenz verloren zu haben, dazu.
Was sich wie Rückschritt anfühlt, ist auch hier eigentlich Wachstum, nämlich die Neusortierung des Alten bei Hinzugabe des Neuen…
Typische Symptome von Wachstumsphasen als Zeichen für bevorstehende Veränderung
1. Gefühl von Unkoordiniertheit und Inkompetenz
Ein zentrales Merkmal ist das Gefühl, unfähig zu sein und bisher Bekanntes nicht mehr sinnvoll einsetzen zu können. Es entsteht, weil alte Strukturen wegbrechen und neue sich noch nicht stabilisiert haben.
2. Alte Themen tauchen verstärkt auf
In Wachstumsphasen ploppen Themen unseres jeweiligen Entwicklungstopics massiv auf. Gerade bei Heilungsprozessen können Selbstzweifel, Gefühle von Wertlosigkeit, Kindheitserinnerungen oder tiefe Dunkelheit präsent werden. Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu – als wäre man schon wieder am selben Punkt. Tatsächlich handelt es sich um einen neuen Layer, eine neue Schicht, in die Licht gebracht wird.
3. Erschöpfung und Müdigkeit als Folge von Widerstand
Müdigkeit und Erschöpfung entstehen oft aus dem Widerstand gegenüber dem Neuen. Unser Widerstand ist zutiefst menschlich, macht Wachstumsprozesse aber auch anstrengender. Hier schauen wir einfach so gut wie möglich hin und bringen Bewusstsein in das, was in uns ist. Folgende Fragen nach innen können helfen: Wie geht es dir? Was brauchst du? Und dann hören wir uns zu.
Denn: Widerstand ist kein Scheitern, sondern Teil des Prozesses. Wir wachsen mit ihm, nicht gegen ihn.
Persönliche Wachstumsphasen und ihre Wirkung im Alltag
In Wachstumsphasen unserer Persönlichkeit und Identität kommt es zu Expansionen auf emotionaler, psychischer und physischer Ebene. Wenn diese Energieveränderungen in unsere 3D-Welt dringen, kann sich auch dort vieles auf den Kopf gestellt anfühlen. Unser System versucht, neue Energien zu integrieren, während alte Muster noch präsent sind.
Die Problematik spiritueller Labels und Machtstrukturen
Ein mir wichtiger Hinweis in diesem Kontext ist das Labeling deines Wachstums in gewissen spirituellen Umfeldern:
Wer sich im ein oder anderen toxischen Spiri-Umfeld aufgehalten hat, hat einen dieser Sätze – direkt oder indirekt – sicher schon mal vernommen: Du kannst nicht heilen oder du willst nicht heilen.
Diese Aussagen haben keinen Wahrheitsgehalt und schaffen weder Heilung noch Bewegung.
Sie dienen dem, der Macht über uns und unseren Prozess ausüben möchte und schaffen eine Hierarchie, die das Verhältnis zu dieser Person oder Institution verstärkt und festigt.
Wenn jemand einen solchen Satz zu dir sagt: Geh! Geh da weg. Das ist kein Ort für inneres Wachstum und Selbstwirksamkeit. Solche Labels sind eine Form von Gewalt, sie blockieren Entwicklung statt zu unterstützen.
Denn diese Labels, die uns innerlich festhalten und lähmen, binden uns gleichzeitig auch an jenes spirituelle System/ jene Person und trennen uns von unserer eigene Selbstwirksamkeit und dem Vertrauen in unseren Prozess.
Entscheidend ist nicht, ob wir „nicht können“ oder „nicht wollen“, sondern dass in uns vielleicht ein Widerstand ist (der zur alten Welt gehört) – und Widerstand ist Energie, die bewegt werden kann.
Ein Praxisbeispiel: Wachstum als Persönlichkeitsentwicklung sichtbar im Energiesystem
Am Beispiel einer Klientin – nennen wir sie Maya – möchte ich kurz deutlich machen, wie sich Wachstumsphasen energetisch zeigen können.
Ihr Anliegen in der Session waren tiefe Gefühle von Erschöpfung, blockiert sein und Orientierungslosigkeit. Unmittelbar jedoch, als wir auf ihren Energiekörper schauen, wird deutlich, dass sie sich mitten in einer Wachstumsphase befindet.
Bei ihr zeigte sich dies konkret durch ein Hellblau – in ihrem Fall mit der Frequenz von Freiheit, Leichtigkeit und Beweglichkeit verbunden – das sich in ihrem Kronenchakra befand, ohne jedoch den Rest des Körpers durchströmen zu können. Die innere Freiheit, war noch blockiert – was war da los?
Neue Grenzen, Selbstfürsorge und Integration
Im weiteren Prozess wurde sichtbar, dass es um Wut, Abgrenzung und die Dynamik zur Mutter ging. Hier zeigte sich ein internalisierter Besitzanspruch der Mutter. Maya hatte verfügbar zu sein. Die Mutter befand sich – auch innerhalb von Mayas System – in der Position zu wissen, wie Dinge funktionierten oder zu funktionieren hätten. Jederzeit konnte ein „Übergriff“ stattfinden. Hier war Freiheit nicht sicher.
In der Session ging es daher zuvorderst um das Setzen neuer Grenzen und so nun entstand ein Kokon der Selbstfürsorge. Hier kreierte Maya einen Raum ganz für sich, ein inneres Zuhause.
Und innerhalb dieses Schutzraums konnte Maya Kontakt machen mit der Integration jener neuen Freiheit und Selbstbestimmung. Jenem strahlenden Hellblau.
Unterstützung während intensiver Wachstumsphasen
Während großer Entwicklungsschritte kann Unterstützung sinnvoll sein – sei es durch Gespräche mit Freunden, Aktivitäten, die Freude bereiten, oder durch bewusste Selbstfürsorge.
Wachstum geschieht in der Berücksichtigung und Wahrnehmung unserer Widerstände. Falls du bei deinem Prozess Unterstützung brauchst, melde dich gerne für eine Session mit mir und wir können gemeinsam auf das schauen, was in dir ist und bewegen, was kommt.
Denn unsere Wachstumsphasen – so ärgerlich, holprig, verunsichernd sie auch sein mögen – sind Teil des Weges in eine neue Freiheit und Selbstwirksamkeit. Alte Häute werden abgestreift, neue Strukturen entstehen – und wir dürfen uns entgegen aktueller Befindlichkeiten darauf freuen, dass das Alte durch etwas Schöneres, Neues ersetzt werden wird, das uns mehr entspricht.
Wachstumsphasen gehören zum natürlichen Entwicklungsprozess einer jeden Blume, die neu erblüht.
Falls du bei deinem Prozess Unterstützung brauchst, findest du auf dieser Seite geführte Meditationen und natürlich die Möglichkeit im 1-1 tiefer zu gehen.
WICHTIG:
♥ Nutzung & Credits:
Meine Texte sind Ausdruck langer, innerer und struktureller Verstehensprozesse und entstehen in intensiver Arbeit. Auch Struktur und Gedankengang sind urheberrechtlich geschützt.
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👉 Quelle: Anne Boddin, elfenrebellin.de/Artikelname ( deutliche Nennung mit direkter Verlinkung)
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