Erlernte Grenzoffenheit
und die Schwierigkeit eigene Grenzen zu setzen, wenn man es anders lernen musste
Inhaltsübersicht
Grenzfähigkeit, Container und Offenheit
Erlernte Grenzoffenheit und Anpassungsstrategien
Gewalt, Feinfühligkeit und existenzielle Angst
Beziehungsdynamiken, Verantwortung und Selbstentfremdung
Grenzen lernen als körperlicher und energetischer Prozess
Grenzfähigkeit, Container und Offenheit
In der Arbeit mit meinen KlientInnen geht es immer und immer wieder um das Thema Verletzlichkeit, Zartheit, Potenzial und Grenzoffenheit und diese Sehnsucht so fühlig sein zu dürfen und zu können, wie wir ganz oft als sensible Menschen nun einmal sind.
Und ich möchte in dieser Folge darüber reflektieren, dass diese Offenheit nur möglich ist, wenn wir uns den Container dafür bauen. Das heißt, wenn wir eine Grenze, wenn wir Grenzfähigkeit erlernen, denn viele von uns haben nie gelernt, dass dieser eigene Container erlaubt ist und dass dieser eigene Container sicher ist.
Und Tatsache ist, dass wir diese Grenze brauchen, um diese Fühligkeit, diese Zartheit und Schönheit in uns wirklich leben zu können und zwar angstfrei.
Und damit heiße ich dich herzlich willkommen zum neuen Format von Elfenrebellin. Das ist mein neues, mein Container, in dem das, was ich mache, eine Form bekommt.
Quasi mein Gefäß, in das ich fließen kann mit dem, was ich an vielen, als viele Äste, viele Leidenschaften, viele Kompetenzen, Interessen und was all das zusammenführt.
Elfenrebellin, Forscherin des Unsichtbaren, denn das ist die Essenz meiner Arbeit und ich möchte mit diesem Podcast, den ersten Elfenrebellin-Podcast beginnen.
Erlernte Grenzoffenheit und Anpassungsstrategien
Wenn wir Probleme haben, Grenzen zu setzen, dazu gehört auch Nein zu sagen, dazu gehört zu sagen, was wir brauchen, dazu gehört die Fähigkeit auch überhaupt zu fühlen, was wir brauchen und zu fühlen, wenn irgendjemand übergriffig ist.
Und diese Fähigkeit, wenn wir die nicht haben, können wir davon ausgehen, dass wir die nicht lernen durften und dass es sogar erforderlich war, die nicht zu haben.
Und wenn wir in einem Umfeld aufwachsen, in dem gefordert wird, dass wir verfügbar sind, in dem unausgesprochene Regeln gelten, dann lernen wir diese als Erwachsene so belastende Anpassungsstrategie, diese Grenzoffenheit.
In der unsere ursprüngliche Feinfühligkeit instrumentalisiert wurde, um zu überleben, um zu scannen, was los ist, um Gefahren abzuwenden, dadurch, dass wir geben, dass wir zugänglich sind, dass wir diese Zartheit zur Verfügung stellen.
Gewalt, Feinfühligkeit und existenzielle Angst
Wenn wir an diese Bereiche in unserem Innern gehen und hier beginnen, hinzuschauen, kann es sehr schmerzhaft sein. Wenn wir in einem Umfeld aufgewachsen sind, in dem es erforderlich war, psychologische und emotionale Gewalt gut abzuschirmen. Wenn wir genau genommen eigentlich immer Angst hatten Und in einer gefährlichen Welt ohne Schutz lebten – dann gab es nur bedingt Handlungsoptionen. Selbstwirksame Grenzen gehörten eher nicht dazu. Diese machten Angst, denn die meisten von uns wurden für eigene Grenzen bestraft.
Und ich hatte eine KlientIn, die sich so sehr wünschte, wieder diese Fühligkeit zuzulassen und mit dieser Zartheit in Kontakt zu sein, ohne diese existenziellen Ängste.
Diese Zartheit und Feinfühligkeit geht oft einher mit einer existenziellen Angst. Die Angst, man selbst zu sein. Die Angst, schutzlos zu sein.
Und da ist der Punkt, der früher oft verdreht gelebt werden musste: Wir brauchen Grenzen, um diese Zartheit in einen sicheren Raum zu hüllen.
Beziehungsdynamiken, Verantwortung und Selbstentfremdung
Diese Grenzoffenheit ist keine Charakterschwäche, sondern eine damals notwendige Anpassungsstrategie.
Sie bringt viele kollaterale Schäden mit sich, weil wir uns verantwortlich fühlen für Beziehungsarbeit. Wir suchen Fehler bei uns, übernehmen Verantwortung für das Gegenüber.
Wir schauen nicht auf unseren Container, sondern darauf, wie es dem anderen geht.
Das öffnet Tür und Tor für ausbeuterische Menschen und verhindert gleichzeitig, dass wir uns selbst fühlen.
Ein wichtiges Symptom ist, dass wir Energien wie ein Schwamm aufnehmen. Deshalb fühlen sich Hochsensible so oft erschöpft, nicht weil sie psychisch daneben sind, sondern weil sie voll mit Fremdenergie sind.
Grenzen lernen als körperlicher und energetischer Prozess
Und worauf ich hinaus will, ist, dass Grenzen lernen ein Prozess ist, den wir nicht kognitiv entscheiden können.
Meditation und Energiearbeit bringen hier viel Klarheit, Orientierung und Erlaubnis.
Wir müssen unserem Körper die Sicherheit geben, dass es sicher ist, für sich selbst da zu sein. Dass es sicher ist, Grenzen zu haben.
Bis hierhin reiche ich, und da draußen ist die Welt.
Der eigene Raum als Grundlage für Beziehung und Heilung
Wenn wir Beziehungsarbeit für andere übernehmen, nehmen wir ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Prozesse zu tragen.
Das ist dieses Schwamm- und Schmetterlingsnetz-Prinzip.
Viel geiler ist es, die eigene Grenze im Kontakt zu haben. Das sind kleine Schritte, die wir meditativ, energetisch und körperlich gehen.
Diese Folge soll dich dazu inspirieren, dir deinen Raum zu gewähren, in dem du sein darfst, wie du bist.
Und am Ende des Tages ist das die Königsdisziplin: in sich zu Hause zu sein.
Und dafür braucht es eine klar definierte Grenze: dein Zuhause.
Falls du dich aktuell in einer Übergangsphase befindest oder Orietierung im aktuellen prozess brauchst, findest du bei mir einen Raum mitfühlender Klarheit, in dem du wieder mit dir selbst in Kontakt und in neue Handlungsfähigkeit kommst. Nähere Infos findest du hier auf meiner Seite. Ich freue mich auf dich.




