Können wir mit Energiearbeit Trauma heilen?

Intuitionstraining nach dem Berkeley Psychic Institute und die Technik des Rosensprengens

Inhaltsübersicht

Einleitung

Heilung als Bewegung

Eingefrorene Bilder und Trauma

Bildersprengen als energetische Praxis

Praktische Erfahrung und Integration

 

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Einleitung

Können wir mit Energiearbeit Trauma heilen? Zu diesem Thema werde ich einige Folgen machen, denn letztlich ist das genau der Grund, warum ich die Arbeit des Intuitionstrainings so liebe. Die Techniken des Intuitionstrainings helfen uns nicht nur dabei zu heilen, sondern auch die Welt in uns und um uns tiefer zu verstehen, mitfühlend, menschlich und neugierig zu werden. In dieser Folge möchte ich über ein wesentliches Element von Heilung auf allen Ebenen sprechen und dabei die Grundtechnik des Intuitionstrainings näher erklären, nämlich die des Bildersprengens. Und am Ende dieser Folge wirst du einen klareren Kopf haben als zu Beginn.

 

Heilung als Bewegung

Um dem Ganzen kurz auch einen Kontext zu geben, der so ein bisschen weltlicher ist und weniger spirituell: Leben ist Bewegung. Wir sprechen nicht ohne Grund auch vom Fluss des Lebens. Wir befinden uns in ständigem Wandel, in beständiger Transformation. Oder ein alter deutscher Spruch lautet auch: Wenn du fertig bist, bist du tot.

Auch in der Traumaforschung, insbesondere in den körperorientierten Ansätzen, ist man sich dieser Tatsache bewusst. Wir haben hier verstockte Energien in unserem Körper, die mit unserem Trauma in Verbindung stehen. Und Traumaheilung bezieht sich darauf, diese Energien, wie auch immer, wieder in Bewegung und in einen Fluss zu bringen.

Dr. Peter Levine beschreibt das in seinem Bestseller Awakening the Tiger – Das Erwachen des Tigers sehr schön anhand zahlreicher Beispiele seiner Klienten. Er hatte eine Klientin, die in ihrem Trauma eingefroren war. Aus einer inneren Eingebung heraus rief er ihr plötzlich zu: „Achtung, da ist ein Tiger.“ Mit diesem Schreckimpuls konnte sie plötzlich diese angestaute Schreckenergie freisetzen. Die Energie kam wieder in Fluss, sie ist aufgesprungen, und der Heilprozess hatte eingesetzt.

Um Trauma zu heilen, müssen wir nicht ständig in unserer Vergangenheit herumwühlen. Wir müssen uns auch nicht 24/7 mit den schmerzhaften Ereignissen beschäftigen. Gesprächstherapie kann bei Trauma oft ein Grund für Retraumatisierung sein.

Heilung bedeutet, Energie in Fluss zu bekommen. Heilung ist Bewegung. Deshalb sprechen wir im Intuitionstraining davon, Energie zu bewegen.

 

Eingefrorene Bilder und Trauma

Wir können regelrecht in Bildern, also Energien, gefangen sein, eingefroren in der Zeit. Das äußert sich zum Beispiel in Flashbacks, in Traumareaktionen, in denen wir uns plötzlich wieder so hilflos fühlen wie damals oder nicht bewegen können oder überfunktional versuchen, alles zu managen.
Peter Levine beschreibt dieses eingefrorene Sein so:

„Ein Trauma fesselt derart, dass Traumatisierte kaum davon loskommen. So kann eine Situation, in der sie einmal unterlegen sind, ihnen immer wieder Niederlagen zufügen.“

Im Intuitionstraining sind Bilder ein Überbegriff oder Sammelbegriff für verschiedene Dinge. Dazu gehören Glaubenssätze, Traumaenergie, Meinungen, Introjekte von außen, also Bilder über uns selbst, die wir nicht selbst erzeugt haben, moralische Vorgaben oder gesellschaftliche Regelungen.

Auch Erinnerungen können Bilder sein. Bilder sind feste Energie. Sie können positiv oder negativ sein. Entscheidend ist, ob sie frei fließen können.

Haben wir mehrere verbundene Bilder in unserem System, kann Energie nicht frei fließen. Das kann dazu führen, dass wir bestimmte Visionen für uns selbst nicht verwirklichen können. Verbote können bewusst oder unbewusst sein. Die Liste ist endlos und bezieht sich auf individuelle Erfahrungen. Höchstwahrscheinlich fällt dir selbst auch ein festes Bild in dir auf.

Wenn ein Bild fließen kann, spricht man davon, diese Energie ins Jetzt zu bringen. Dann ist sie wieder frei verfügbar. Bilder sind prinzipiell weder positiv noch negativ. Hinderlich wird es, wenn sie festhängen.

 

Bildersprengen als energetische Praxis

Wie sprengen wir Bilder? Bilder sprengen wir, indem wir Bilder sprengen. Wir sprengen sie wirklich einfach weg und setzen die Energie frei.

Dazu müssen wir uns einer Energie bewusst werden. Wir müssen nicht wissen, was sich genau auf dem Bild befindet. Es zeigt sich vielleicht als Spannung im Körper, als Trauer, als Widerstand, als Grübeln.

Wir müssen nicht tief analysieren, woher das Bild kommt, weil wir sonst Gefahr laufen, wieder hineinzufallen und uns erneut damit zu identifizieren.

Manchmal reicht es nicht, ein Bild zu sprengen. Manchmal ist es wichtig, Schmerz zu integrieren, Wut freizusetzen oder inneren Anteilen Raum zu geben. Heilung geschieht in Schichten. Das Energiesystem ist komplex, und wir sind komplexe Wesen.

Im Intuitionstraining wird beim Bildersprengen mit Rosen gearbeitet. Anhand von Rosen können Energien angezogen, ausgeleitet und untersucht werden. Danach wird die Rose gesprengt. Die genauen Techniken lernst du bei mir in den Kursen.

Und wenn du magst, kannst du die Übung zum Rosensprengen HIER (Spotify)  oder HIER (Youtube) selbst ausprobieren.

 

Praktische Erfahrung und Integration

Wenn du magst, setze dich bequem hin, Fußsohlen auf den Boden, Arme und Beine parallel und nicht überkreuzt. Schließe die Augen und atme.

Stelle dir eine Rose vor. Eine perfekte Rose. Du kannst sie untersuchen, ihre Form verändern, ihre Farbe wahrnehmen. Wenn du zufrieden bist, montierst du einen Sprengsatz und sprengst die Rose.

Wenn es schwerfällt, die Rose zu sprengen, hälts du an etwas fest: Oh, jetzt habe ich diese schöne Rose kreiert, jetzt soll ich sie sprengen, oder: ich kann diese Rose nicht sprengen, weil … , oder: ich weiß gar nicht, wie ich mir eine Rose vorstellen soll, ich sehe da nichts… oder: das ist doch alles Blödsinn! Rosensprengen.. so ein Quatsch!

Das ist feste Energie, das ist ein Bild. Sobald du dich von dem Bild frei machen kannst, kannst du deine Rose sprengen.

In einer weiteren Übung wird mit einer Magnetrose gearbeitet, die alles aus dem Kopf zieht, was dort nicht hingehört. Wenn die Rose voll ist, wird sie gesprengt. Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden.

Nach dem Sprengen füllen wir die freigewordenen Räume mit unserer eigenen Energie. Dazu stellst du dir eine goldene Sonne über deinem Kopf vor, die deine Energie sammelt und zurück in dein System bringt. Diese Energie fließt in deinen ganzen Körper, in jede Zelle, in jede Faser.

Wenn wir Bilder sprengen, bringen wir nicht nur Energien ins Jetzt, sondern auch uns selbst. Wir können präsenter sein und mehr mit uns selbst verbunden.

Wenn wir ein Bild nur loswerden wollen, sind wir im Widerstand. Widerstand ist Verhärtung. Gehen lassen können wir, was wir annehmen.

What you resist persists. What you embrace dissipates.

Weitere Inhalte zu Intuitionstraining, Energiearbeit und Selbstführung findest du auf dieser Website.

WICHTIG:

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👉 Quelle: Anne Boddin, elfenrebellin.de/Artikelname ( deutliche Nennung mit direkter Verlinkung)

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